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Helferinnen und Helfer im Ernstfall: Schulsanitätsdienst an der LGS

vor 10 Minuten
2 Min. Lesezeit

Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden Menschen treffen. Jährlich sind in Deutschland mehr als 120.000 Menschen davon betroffen. Entscheidend für die Überlebenschance sind die ersten Minuten: Bereits nach drei bis fünf Minuten ohne ausreichende Sauerstoffversorgung können schwere und irreversible Hirnschäden entstehen. Eine schnell begonnene Herzdruckmassage durch anwesende Personen kann die Überlebenschance deutlich erhöhen.

 

Schulsanitätsdienst der LGS
Schulsanitätsdienst der LGS

Die Ludwig-Geißler-Schule (LGS) setzt deshalb seit Jahren auf eine umfassende Ausbildung in Erster Hilfe und Reanimation. Eine wichtige Säule dabei ist der von Jens Schimmel geleitete Schulsanitätsdienst, der sich an der LGS großer Beliebtheit erfreut. Die ausgebildeten Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter übernehmen Verantwortung im Schulalltag, unterstützen bei medizinischen Notfällen und konnten ihr Wissen bereits in einer realen Situation unter Beweis stellen: Auch eine Reanimation musste durch den Schulsanitätsdienst der LGS bereits durchgeführt werden.

 

Um Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf solche Situationen vorzubereiten, verfügt die Schule über zwei eigene Reanimationspuppen für praktische Übungen. Alle Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen erhalten die Möglichkeit, einen schuleigenen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren. So lernen sie wichtige Maßnahmen, die im Ernstfall entscheidend sein können.

 

Auch die Ausstattung der Schule wird kontinuierlich erweitert. Neben einem Defibrillator im Schulgebäude verfügt die LGS inzwischen über einen weiteren Defibrillator in der Sporthalle. Gerade bei sportlichen Aktivitäten ermöglicht dies eine schnelle Unterstützung im Notfall. Alle Sportlehrkräfte sind in der Bedienung der Geräte sowie in Reanimationsmaßnahmen geschult. Zusätzlich können alle weiteren Lehrkräfte jährlich an einem hausinternen Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen.

 

Die Ludwig-Geißler-Schule möchte das Thema Reanimation auch über den Schulalltag hinaus sichtbar machen. Beim Tag der offenen Tür am ersten Freitag im Dezember haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich über Wiederbelebung zu informieren und die Herzdruckmassage selbst auszuprobieren.

 

Die Bedeutung einer frühen Reanimationsausbildung wurde auch beim Aktionstag „Kids Save Lives“ deutlich, an dem die LGS teilnahm. Rund 20 Schulen mit eigenen Schulsanitätsdiensten waren bei der Veranstaltung vertreten, um Kenntnisse aufzufrischen und neue Impulse für die Arbeit im Bereich Erste Hilfe und Reanimation mitzunehmen.

 

Während in Deutschland die Quote der durch Laien begonnenen Reanimationen im Jahr 2023 bei etwa 51 Prozent lag, zeigen Länder wie die Niederlande und Schweden, dass durch eine frühzeitige Ausbildung von Schülerinnen und Schülern höhere Werte erreicht werden können. Die LGS verfolgt daher ein klares Ziel: Möglichst viele Menschen sollen wissen, was im Notfall zu tun ist. Denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute – und jeder kann zum Lebensretter werden.

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