Technologie zum Anziehen: Schüler der Ludwig-Geissler-Schule erkunden Chinas Wirtschaftswelt bei Heraeus
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Hanau, den 02. Februar 2026 – Wie sieht der Arbeitsalltag in einem global agierenden Familienunternehmen aus? Und warum tragen chinesische Kunden Hightech-Open-Ear-Kopfhörer am liebsten als modisches Accessoire? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Besuchs des Wahlpflichtkurses (WPU) Chinesisch der Ludwig-Geissler-Schule beim Hanauer Unternehmen Heraeus. Unter der Leitung von Frau Helga Fuchs-Holmes erhielten die Schülerinnen und Schüler exklusive Einblicke in die 50-jährige Erfolgsgeschichte der Firma in der Region China und diskutierten über künftige Karrierechancen.

Innovationen für den Weltmarkt Empfangen wurde die Gruppe im architektonisch eindrucksvollen Hauptgebäude von Frau Katrin Sulzmann und der chinesischen Mitarbeiterin Frau Mary Hu. In einer anschaulichen Präsentation erfuhren die Jugendlichen, dass Heraeus mit rund 15.000 Mitarbeitern zu den zehn größten Familienunternehmen Deutschlands gehört. Das Portfolio reicht von Komponenten von Halbleitern und Glasfasern über Knochenzement bis hin zu Platinbauteilen für Herzschrittmacher.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von der Innovationskraft in Fernost. In China betreibt Heraeus sechs „Innovation Centres“, in denen fast ausschließlich lokale Ingenieure Lösungen für den chinesischen Markt entwickeln. „China ist das Fitness-Center für die ganze Welt“, hieß es während der Diskussion. Ein Beispiel für kulturelle Unterschiede Endkonsumenten: Während in Europa Funktionalität dominiert, wünschen sich Kunden in China beispielsweise extrem miniaturisierte kabellose Open-Ear-Kopfhörer, die über Knochenschall funktionieren, oft in Form von Schmuckstücken oder Ohrringen.
Karrierepfade und globale Strategien Anhand der Biografien der Gastgeberinnen wurde deutlich, wie international moderne Karrieren verlaufen. Frau Katrin Sulzmann berichtete von ihren Stationen in Shanghai und Singapur, während Frau Mary Hu – ursprünglich aus Wuhan – über ihre Erfahrungen in China und Großbritannien sprach, bevor sie nach Hanau kam. Beide betonten die enorme Geschwindigkeit der Veränderungen in China, die selbst Einheimische bei Besuchen immer wieder staunen lässt. Sie berichteten auch wie gegenseitige Vorurteile in Europa und China abgebaut werden können.
Chinesisch als Türöffner für den Job Im abschließenden Dialog stand die berufliche Zukunft der Schüler im Fokus. Die Experten gaben den Jugendlichen einen wertvollen Rat mit auf den Weg: Eine fundierte Ausbildung gepaart mit Englisch- und Chinesischkennt-nissen sei in der heutigen Wirtschaftswelt eine ideale Qualifikation. Der Besuch bei Heraeus verdeutlichte, dass die im Unterricht erlernten Sprachkenntnisse weit mehr als nur Vokabeln sind – sie sind der Schlüssel zu einer global vernetzten Arbeitswelt.
Die Ludwig-Geissler-Schule in Hanau ist eine gewerblich-technische und berufsbildende Schule in der Stadt Hanau. Mit ihren 2.300 Schülerinnen und Schülern sowie 130 Lehrkräften ist sie eine der größten Schulen der Region. Sie bietet als eine der wenigen Schulen in Hessen Chinesisch als Wahlpflichtfach an.


